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Gesundheit im Job – die Karriereleiter kennt stets nur eine Richtung: nach oben. Dass dieses karriereorientierte Denken nicht selten in den Burnout führt, ist bekannt, aber wie könnnen Arbeitnehmer dieser Gefahr entgegenwirken? Die Zauberformeln heißen hier Downgrading oder auch Downshifting. Wer sich einmal dazu entschieden hat, kann so zu einem ganz neuen Leben finden: weniger Arbeit, weniger Stress und viel mehr Zeit für sich selbst. Strategische Rückschritte, statt immer nur Vollgas. Entscheiden Sie sich bewusst zum Downgrading, schalten Sie ein paar Gänge runter und Sie bekommen zurück, was Sie in den letzten Arbeitsjahren vermisst haben: Gesundheit, Spaß und Lebensqualität. Noch dazu, erwartet Sie eine ganz neue Karriere.

Arbeitsbelastung im Online Marketing

Digitales Marketing ist in jeder Form mit verschiedenen Belastungen verbunden. Im Online Marketing sind großartige Karrieren möglich. Jedoch gibt es wohl keinen Karriereweg, ohne dazugehörende Belastungen.
Egal, ob Sie SEO-technisch ein Website-Problem eines Kunden diagnostizieren oder als Social Media-Manager versuchen, den ROI organisch zu erzielen, Stress ist als digitaler Vermarkter unumgänglich.

Downgrading

Die wortwörtliche Übersetzung von Downgrading ist „Herabstufung“. Worum geht es? Arbeitnehmer, die sich bewusst zum Downgrading entscheiden, verabschieden sich vom Aufstieg und fangen freiwillig, bis zu zwei Hierarchiestufen tiefer, nochmal ganz neu an.

Zurück in die frühere Stelle, vom SEO-Manager mit viel Verantwortung und Führungsbewusstsein wieder zum Mitarbeiter im SEO-Content ohne erforderliche Führungsbereitschaft und mit dem Vorteil der geregelten Arbeitszeiten. Oder sogar den Chefsessel wieder gegen den Mitarbeiterstuhl eintauschen, nicht wenige Arbeitnehmer entscheiden sich nach Jahren der Belastung zu diesem Schritt. Dies ist innerhalb des Unternehmens genauso möglich, wie mit einem neuen Arbeitgeber. Natürlich wird der Verdienst dadurch geringer, aber die Gesundheit sollte es jedem Arbeitnehmer wert sein.

Wer einen beruflichen Rückschritt plant, sich für Downsizing, Downgrading oder Downshifting entscheidet, wird auch schnell mit dem Begriff Karriereknick konfrontiert. Positiv klingt erstmal anders. Wer einen Rückschritt vornimmt, geht nun mal nicht vorwärts. Welche Alternativen gibt es sonst noch zur bewussten Stressreduktion und um die Gesundheit im Job zu erhalten? Die geplante Arbeitszeitreduzierung, insofern möglich, ist eine weitere Möglichkeit. So können Arbeitnehmer in Betracht ziehen zu einer Teilzeit- oder Halbtagsstelle zu wechseln. Das Gespräch mit dem Chef zur Verringerung des eigenen Aufgabenbereichs, einer eventuell möglichen Home-Office-Regelung oder einer Art Jobsharing kann hier ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Nicht immer bedeutet die bewusste Entscheidung zum Rückschritt auch, dass man letztendlich weniger arbeitet. Die anderweitige Fokussierung kann einfach nur dazu führen, dass Downshifter sich intensiver mit Dingen beschäftigen, die Ihnen wirklich wichtig sind und dadurch den eigenen Stress enorm reduzieren. Manch einer wird so vom Manager zum Hobbyautor.

Wenn der Stress zu viel wird

Meist geht dem Downshifting eine lange Zeit der Unzufriedenheit voraus. Unwohlsein im Job koppelt sich oft mit einer Lebenskrise. Den gesamten Umfang vom Leiten eines Unternehmens und der damit einhergehenden Organisation, die neuen Aufgaben oder der neue Job, der so ganz anders ist, als gedacht oder die über den Kopf wachsende Verantwortung und Arbeit, all dies sind Gründe für Überlegungen zum eventuellen Rückschritt im Beruf.

Ein Aufstieg ist nur solange möglich, bis das eigene, persönliche Limit erreicht ist. Ist diese Grenze erreicht, hilft nur noch die berufliche Notbremse.

Entschleunigung

Sogenannte Sabbaticals wurden in den letzten Jahren häufiger beantragt und genommen, als in den Jahrzehnten zuvor. Der Grund dafür findet sich in dem bewussten Wunsch nach Entschleunigung und Gesundheit im Job.

Einige Länder fördern aktuelle Projekte, die den 6-Stunden-Arbeitstag bewerben. Was steckt dahinter? Bewiesenermaßen arbeiten Mitarbeiter in dieser Zeit wesentlich konzentrierter und somit auch produktiver und erfahren durch die zusätzliche Freizeit eine bessere Work-Life-Balance. Der positive Begleiteffekt ist eine erhöhte Motivation und reduzierte krankheitsbedingte Fehltage. Auf diese Art kann zukünftig das Downshifting unter Umständen komplett entfallen oder zumindest reduziert werden.

Bewusste Rückschritte einplanen

Ein Rückschritt kann und darf keine spontane Entscheidung sein. Diesem Schritt gehen eine Menge Überlegungen voraus, indem eigene Ängste und viel Skepsis überwunden werden müssen.

Nachfolgend geben wir Ihnen Empfehlungen, die Ihnen bei Ihrem geplanten Rückschritt helfen und Sie auf das Downgrading vorbereiten können:

Situation reflektieren

Ist Downshifting wirklich die Lösung? Steckt hinter der eigenen Unzufriedenheit womöglich etwas ganz anderes? Seien Sie sich gegenüber absolut ehrlich. Sich selbst zu belügen wäre hier fatal. Klären Sie für sich selbst, wo Sie aktuell stehen und wo Sie in der kommenden Zeit hinwollen.

Welche Ziele verfolgen Sie?

Wortwörtlich übersetzt bedeutet „Karriere“ eigentlich die Laufbahn eines Menschen und in diesem Fall handelt es sich um die berufliche Laufbahn. Aus diesem Grund ist ein Karriereschritt nicht zwingend ein Rückschritt. Es kann sich diesbezüglich sehr wohl um einen Fortschritt handeln.

Ob Fortschritt oder Rückschritt ist abhängig von Ihren Zielen und Ihrer Einstellung. Was macht Sie glücklich und wo wollen Sie hin? Auf welche persönlichen Leistungen sind Sie besonders stolz? Was möchten Sie zukünftig ändern? Was sind Ihre persönlichen Stärken und bringt die Arbeit Sie Ihren tatsächlichen Zielen näher?

Folgen bedenken

Bedenken Sie die Folgen, die das Ganze nach sich zieht. Weniger Einkommen nehmen die meisten noch hin, doch meist hängt daran ein ganzer Rattenschwanz. Können Sie mit Ihrem zukünftig niedrigerem Verdienst alle Ausgaben decken?

Keine Brücken abbrechen

Für den aktuellen Moment mögen Sie absolut überzeugt zu sein von Ihrer Entscheidung. Wie es aber in einigen Jahren ausschaut, können Sie jetzt noch nicht wissen. Man sieht sich immer zweimal im Leben und deshalb sollten Sie stets mit ehemaligen Vorgesetzten und Kollegen in Verbindung bleiben und ausschließlich im Guten das Unternehmen verlassen.

Das Wichtigste an Ihrer Entscheidung ist Ihre eigene Motivation und dass Sie sie selbst mit bestem Gewissen akzeptieren können. Es bedarf zwar einer großen Portion Mut, einen entsprechenden Schritt in Richtung Downshifting zu vollziehen, aber dieser wird mit einem erfüllten Arbeitsleben mit einer flexibleren Freizeit und mehr Wohlbefinden belohnt.

Wenn Sie sich zu diesem Schritt entschieden haben und auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind, schicken Sie uns Ihre Initiativbewerbung. Zahlreiche Unternehmen benötigen Fachkräfte im Online Marketing und warten auf Ihre Bewerbung!

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