Nachdem Google for Jobs bereits im Jahr 2017 in den USA eingeführt wurde, hat das Unternehmen den Service seitdem kontinuierlich auf 120 weitere Märkte ausgeweitet. Im März dieses Jahres war es endlich auch in Deutschland soweit und Google gab die Neuigkeiten selbst auf Twitter bekannt:

Google for Jobs in Deutschland

Testphase beendet – Google for Jobs überall verfügbar in Deutschland

Nach erfolgreicher Testphase, war es dann am 22. Mai 2019 soweit:

 Google for Jobs wurde für alle Nutzer in Deutschland eingeführt!

 Wer bereits das Glück hatte, im Rahmen der Testphase einen ersten Eindruck von Googles „Job Search Experience“ zu bekommen, der merkte sehr schnell, was die neue Jobsuche zu leisten imstande ist. Leider sehen viele Unternehmen bis dato noch nicht die Chancen, die Google for Jobs ihnen bietet. Die Unternehmen, die bereits Stellenausschreibungen, entsprechend der Datenschema verfasst haben, verzetteln sich aktuell noch und werden so nicht von potenziellen Bewerbern gefunden.

Wie bereits erwähnt, ist Google for Jobs mittlerweile in 120 Ländern verfügbar. Unternehmen, die sich jetzt nicht schnellstmöglich mit dieser Möglichkeit des Rekrutierens auseinandersetzen, bleiben womöglich ganz schnell auf der Strecke.

Wir klären Sie nachfolgend über die bestmögliche und effizienteste Nutzung von Google for Jobs auf, damit auch Sie schnell von Googles neuestem Angebot profitieren. Aber was genau ist dieses Google for Jobs eigentlich?

 Was ist Google for Jobs? 

Bei Google for Jobs handelt sich um eine erweiterte Suchfunktion, mit der Joblisten von Jobbörsen und Karriereseiten zusammengefasst und auf den SERP-Seiten (Google Search Result Pages) prominent angezeigt werden, um Arbeitssuchenden das Auffinden von Jobs zu erleichtern.

Für diese Funktion arbeitet Google mit sehr vielen deutschen und internationalen Jobportalen (XING, LinkedIn etc.) zusammen. 

Diese bereiten ihre Daten auf und stellen sie dann für Google zur Verfügung. Somit geht Google hier nicht in direkter Konkurrenz zu den Plattformen. Vielmehr werden Nutzer nach erfolgreicher Suche auf die Anzeige des Portals weitergeleitet, wo der potenzielle Bewerber dann weitere Informationen bzw. direkte Möglichkeiten zum Bewerben vorfindet. Indeed oder Stepstone sucht man in den Ergebnissen bisher vergebens. Welche Gründe dahinter stecken, erläutern wir am Ende dieses Artikels.

Mit dem leistungsstarken Algorithmus, der Personalisierung und dem Verständnis der Semantik können Suchende allgemeine Suchanfragen wie „Jobs in meiner Nähe“ verwenden und entsprechend relevante Ergebnisse erhalten. Alternativ können sie nach „Marketing in den östlichen Stadtteilen“ suchen und sich einen Job mit dem Begriff Online Marketing und Sitz in München-Bogenhausen anzeigen lassen.

 

Google for Jobs in Deutschland

Weitere Informationen, die zur Suche herangezogen werden, sind bspw. die durchschnittliche Gehaltsspanne, Bewertungen von Mitarbeitern des Unternehmens über Websites wie Kununu und andere Stellenangebote des Arbeitgebers. Ziel ist es, dem Arbeitssuchenden eine aggregierte Sicht auf alle verfügbaren und relevanten Stellen in einer Oberfläche zur Verfügung zu stellen. Der einzige Grund Google zu verlassen besteht darin, sich tatsächlich für den Job zu bewerben. Aber auch dies könnte sich in Zukunft noch ändern.

önnen Unternehmen Google for Jobs effektiv nutzen? 

Der beste Grund gleich vorweg: Es ist kostenlos. Zudem ist es schnell erklärt und somit gibt es also keinen Grund, es nicht zu nutzen. Marketing-Rekrutierung mittels SEO, besser geht es eigentlich nicht mehr. Und so geht’s:

1. Google muss in der Lage sein, Ihre Job-Seiten zu crawlen

Ihre Job-Seiten müssen für Google sichtbar sein. Sie sollten keine No-Index-Anforderung in Ihrer robots.txt-Datei haben. Diese „Roboter“ -Ausschlüsse legen für Google fest, welche Bereiche Ihrer Website von den Crawls ausgeschlossen werden. 

  1. Strukturierte Daten hinzufügen, testen und in der Vorschau anzeigen

Gut strukturierte Websiten informieren Suchmaschinen, worum es auf Ihrer Website geht. Videos und Rezensionen sind hier hilfreich. 

  1. Kanonische URLs

Wenn auf Ihrer Website mehrere Versionen desselben Stellenangebots mit unterschiedlichen URLs vorhanden sind, sollten sich in jeder Version kanonische Tags befinden. So erkennt Google, welche Version für Google for Jobs verwendet werden soll.

  1. Sitemaps

Informieren Sie Google stets über den aktuellen Inhalt Ihrer Website. Am bequemsten geht das, indem Sie eine Sitemap anlegen, die über die Google Search Console verwendet werden kann.

  1. Verfallsdatum der alten Jobs

Um die Jobangebote auf Google stets aktuell zu halten und potenziellen Bewerbern nicht unnötig Zeit zu rauben, sollten Sie ausgelaufene Jobangebote deaktivieren.

  1. Eigene Stellenangebote

Ausschließlich Google entscheidet, ob Ihre Website als potenzielles Ziel für Suchende ausgewählt wird – nicht die Jobbörse, auf der das Stellenangebot ebenfalls gelistet ist.

Dafür müssen Sie aber einiges tun:

Metadaten: Um den entsprechenden Keywords gerecht zu werden, müssen die Stellenangebote  hochgradig optimierte und vollständige Metadaten enthalten.

Weniger externe Redirects: Vermeiden Sie es, Nutzer von Ihrer Seite wegzuleiten, sobald sie auf der Seite sind. Wenn Ihre Seite auf eine andere Seite umgeleitet wird, ist dies ein Hinweis für Google, dass dies unter Umständen nicht die Website der tatsächlichen Stellenanzeige ist.

Wie wichtig ist Google for Jobs für Unternehmen? 

Sie werden zukünftig nicht drumherum kommen. Google for Jobs ist optisch ansprechend, nimmt in Suchrankings eine herausragende Position ein und enthält viele zusätzliche Informationen. Zudem wird es, wenn Sie es nutzen, qualitativ hochwertige, kostenlose und in hohem Maße organische Conversion auf Ihre Website leiten. Hier finden Sie weitere hilfreiche Informationen zu Google for Jobs.

 

Vorteile für Jobsuchende

Hat der potenzielle Bewerber seine Daten ins Google-Suchfeld eingegeben, bekommt er alle verfügbaren, offenen Stellen, der kooperierenden Jobbörsen auf einen Blick angezeigt.

Entgegen der Suche in unterschiedlichen Jobbörsen findet sich hier jeder Job nur ein einziges Mal. Die Angebote sind übersichtlich gestaltet und lassen sich mittels Filtermöglichkeiten, den eigenen Vorlieben entsprechend, eingrenzen. Dies spart Zeit. Die Nutzung der Google for Jobs Suchmaschine ist völlig kostenlos!

 

Welche Unternehmen kooperieren bisher mit Google for Jobs?

Aktuell arbeitet Google for Jobs mit Stellenangeboten per XING, LinkedIn, Prokontex, Monster, Jobrapido, Careerbuilder und diversen anderen Jobportalen zusammen. Einige Stellenangebotsseiten wie Stepstone oder Indeed sträuben sich (noch). Die Gründe dafür sind unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt. So befürchten die Betreiber der Jobbörsen, eine Benachteiligung, da die eigenen Stellenanzeigen unterhalb der prominenten Google for Jobs mit dem blauen Balken angezeigt werden. Genau genommen könnten Sie allerdings doppelt profitieren. Erstens von einer Auflistung innerhalb von Google for Jobs und zweitens in der eigenen Stellenanzeige. Die bisher mit Google kooperierenden Partner erfahren schon jetzt mehr Reichweite. So konnte das Stellenportal Monster dank Google for Jobs wieder deutlich an Reichweite zunehmen. Von einem starken Traffic-Anstieg und einer verbesserten Conversion-Rate berichtet auch der Kooperationspartner XING: „Google gibt uns eine größere Sichtbarkeit. Zudem profitieren unsere Firmenkunden von der Zusammenarbeit“. 

Ein Zusammenschluss mehrerer Jobbörsen (u. a. Jobware, Experteer etc.) hat im August 2019 Beschwerde gegen das Projekt Google for Jobs eingelegt. Bleibt abzuwarten, wer hier den längeren Atem hat.

 Wenn auch Sie sich für Google for Jobs interessieren, werfen Sie einen Blick auf diese Informationsseiten.